Das ver­gan­gene Wochen­ende ver­brachte ich mit eini­gen Mit­glie­dern Haft­gruppe in Bad Boll. Wir besuch­ten eine Tagung zum Thema „Jugend­li­che mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund als Täter und Opfer„, der Evan­ge­li­schen Aka­de­mie Bad Boll, des KFN und DVJJ.

Die An‑ und Abreise erfolgte mit zwei PKW. Mit öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln ist die Kur­stadt man­gels eines HBF nicht so gut zu errei­chen, zumal wir ja eine gewisse Ent­fer­nung zurück­zu­le­gen hatten.

Das Essen dort war her­vor­ra­ged, Wet­ter und länd­li­che Umge­bung ent­spann­ten in den weni­gen Pau­sen, denn die Vor­träge der Fach­re­fe­ren­tin­nen und –refe­ren­ten beschäf­tig­ten uns unter­bro­chen von wohl­do­sier­ten Essens­pau­sen von 9:00 Uhr bis 18:30 Uhr. Da ich mich mit dem Thema Migra­tion in Sozi­al­psy­cho­lo­gie und im Rah­men der B.A.-Prüfungsvorbereitung, gab es für mich kaum grund­sätz­lich neue Erkenntnisse.

Trotz­dem hat sich der Besuch gelohnt: Wir hat­ten Spaß, das Essen war super lecker und zur akti­ven Prü­fungs­vor­be­rei­tung war es sehr inter­ess­sant zu sehen, dass ähnli­che Hand­lungs­mus­ter, Dis­kri­mi­nie­rungs­me­cha­nis­men und Chan­cen­un­gleich­hei­ten in den Lebens­si­tua­tio­nen der kri­mi­nell gewor­de­nen Jugend­li­chen mit Mir­gra­ti­ons­hin­ter­grund wirk­sam sind, wie im Bildungssystem.

Schade war, dass viele Refe­ren­ten aus dem poli­ti­schen Umfeld, u. a. Gün­ther Beck­stein, abge­sagt hatten—im Dis­kurs mit Sozi­al­wis­sen­schaft­lern und Kri­mi­nol­gen wär das bestimmt span­nend gewor­den. ;) Nichts desto trotz prä­sen­tier­ten die Red­ner inter­es­sante Erkennt­nisse aus Wis­sen­schaft, For­schung und Pra­xis. Oft stand am Ende das Fazit: Die Daten­lage genügt nicht, wir benö­ti­gen drin­gend aus­sa­ge­kräf­ti­gere Längs‑ und Quer­schnitt­da­ten. Wei­ter­hin bleibt fest­zu­hal­ten, dass es—nicht anders als in der Uni auch—viele Bei­tra­gende, beson­ders aus dem Ple­num gab, die Wort­mel­dun­gen ein­brach­ten, schein­bar nur um etwas zu sagen und nicht um die Vor­träge (inhalt­lich) zu ergänzen.

Fazit: Spaß und leib­li­ches Wohl kamen nicht zu kurz, die Auto­fahr­ten waren ange­nehm und es gescha­hen keine grö­ße­ren Kata­stro­phen. Die Qua­li­tät der Vor­träge, des Wet­ters und des Essens schlie­ßen zukünf­tige Bad Boll Besu­che nicht aus. :)

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