Während meine Vernunft absehbar verlierend gegen den intensiven Wunsch (vernünftige Menschen würden es Flitzidee nennen) ankämpft einen Heimserver anzuschaffen, ist natürlich für das noch nicht vorhandene neue Technikgefährt schon eine respektable Software gefunden:

SLAMPP bezeichnet sich selbst als eine „simple solution for home server“ und dieses Versprechen wird mehr als eingelöst. Mangels Heimserver konnten wir das Ganze nur als Live-CD testen, was an sich schon eine sehr imposante Vorstellung abgab. SLAMPP basiert auf den SLAX und Slackware Linux.

Ausgestattet mit allem, was zur Einrichtung eines (Heim‑)Netzwerks notwendig ist, bietet SLAMPP dem geneigten Nutzer out-of-the-Box nach dem ersten Start –

  • automatisches Erkennen sämtlicher sich im (noch nicht SLAMPP-seitig eingerichteten) Netzwerk befindlicher Clients
  • diverse Softwarelösungen für alles, was das Leben als Netzwerkadministrator einfacher macht, von FTP-Programmen über einen lauffähigen Apache-Server bis hin zu DHCP (Server+Client), SSH, Samba & integrierter Firewall obendrein auch noch mit Xfce eine voll funktionstüchtige Desktopumgebung mit AbiWord, Gnumeric, Firefox, Nvu, Blender, Scribus, The Gimp, VLC und vielen anderen alten Bekannten

Abgesehen von Schlankheit – die ISO-Datei für die LiveCD ist gerade einmal 417 mb groß – bietet SLAMPP auch die Möglichkeit, selbst Anpassungen vorzunehmen. Trotzdem liegt neben der „großen“ eine Lite-Version vor, die auf einen 256 mb USB-Stick passt.

LinuxUser berichtete in seiner Januarausgabe über die Distribution und auch bei DistroWatch ist SLAMPP bekannt.

SLAMPP-Screenshots gibt es u. a. bei Softpedia, auf der Projekthomepage und bei flickr.

Fazit:

Sollte jemals ein Heimserver ins Haus kommen, ist dies definitiv das Betriebssystem meiner Wahl. ;) Neben Genügsamkeit und großzügiger Hardwareerkennung spricht die exzellente Netzwerkfunktionalität für den Einsatz von SLAMPP. Das Netzwerk wird sofort unterstützt und ist somit einfacher mit SLAMPP erkannt, als unter Knoppix. Was ich wohl nicht dazu sagen muss: Das Projekt ist komplett OpenSource. Linux halt. :D

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